Aufgaben und Ziele des Vereins

Der Botanische Arbeitskreis Nordharz e.V. wurde im September 1960 in Halberstadt als „Floristischer Arbeitskreis Nordharz und Vorland“ gegründet. Seit 1992 ist er als gemeinnütziger Verein eingetragen und tätig. Über das Wirken in den Jahren zwischen 1960 und 2010 liegt eine Chronik vor (siehe Publikationen).

  • Seine Hauptaufgabe sieht der Verein in der Erforschung der Pflanzenwelt im Halberstädter Florengebiet und Harz.

Er führt die Ergebnisse der ehrenamtlichen floristischen Kartierung seiner Mitglieder zusammen. Sichtbare Ergebnisse dieser Arbeit sind im Atlas der Flora von Südniedersachsen (Haeupler 1976), der Neuen Flora von Halberstadt (Herdam et al. 1993 und 1995) und den dazu erstellten Nachträgen und dem Verbreitungsatlas der Farn- und BLütenpflanzen Ostdeutschlands (Benkert et al. 1996) niedergelegt. Im Rahmen der Mitarbeit im Botanischen Verein Sachsen-Anhalt e. V. (Halle) ist der Arbeitskreis in die Erarbeitung einer Flora Sachsen-Anhalts eingebunden.

Adonis vernalis, Frühlings-Adonisröschen,Bornstedt,2006,Hoch (8) SONY DSC SONY DSC
  • Eine zentrale Aufgabe des Botanischen Arbeitskreises Nordharz sieht der Verein darin, die aktuelle Situation der Flora von Harz und Vorland sowie deren Veränderungen zu beobachten und zu dokumentieren.

Traditionelles Kernstück dieser Arbeit bilden die höheren Pflanzen (Gefäßkryptogamen und Blütenpflanzen). Daneben werden von Interessengruppen der Mitglieder auch die Gebiete Bryologie, Mykologie und Lichenologie bearbeitet. Die Ergebnisse der Vereinsarbeit werden als Grundlage behördlicher Entscheidungen bereitgestellt und in jährlich zwei öffentlichen Tagungen (Frühjahr, Herbst) bekannt gemacht.

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  • Ein weiterer wichtiger Aspekt der Vereinsarbeit stellt die Geschichte der floristischen Erforschung des Harzes und seines Umlandes dar.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden umfangreiche Abhandlungen über ehemals regional tätige Botaniker verfasst (z. B. F. Appel 1899-1965, E.G. Hornung 1795-1962, W. Schatz 1802-1867, G.E.L. Hampe 1795-1880), P. Schuster 1876-1965, F.W. Sporleder 1787-1875 u.a.) sowie wichtige ihrer Werke im Reprint herausgebracht (vgl. Publikationen), die damit als historische Bezugspunkte wieder für die Arbeit zugänglich wurden.

  • Die direkte Beteiligung der Mitglieder Naturschutzprojekten entspricht ebenfalls eine wichtige Komponente der Arbeit des Botanischen Arbeitskreises und knüpft damit eine Verbindung zum praktischen Naturschutz.

Durch direkte Beteiligung der Mitglieder an praktischen Schutzmaßnahmen (Initiierung von Schutzbemühungen, fachliche Begleitung von Schutzgebietsausweisungen z.B.im Rahmen des Europäischen Netzwerkes NATURA 2000 , Erstellung von Pflegekonzeptionen usw.) wird die Verbindung zum praktischen Naturschutz geknüpft. Als korporatives Mitglied des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e.V. unterstützt der Arbeitskreis die Arbeit dieses anerkannten Naturschutzverbandes für sein Arbeitsgebiet. Die Arbeit anderer Vereine wird beratend, kooperativ oder im Rahmen von Vortragstätigkeit unterstützt (z.B. Landschaftspflegeverband Harz e. V., Naturwissenschaftlicher Verein Goslar e. V., Förderkreis Museum Heineanum in Halberstadt, Arbeitskreise Heimischer Orchideen).

  • Die praktische Geländearbeit erfolgt individuell oder in gemeinsamen Exkursionen, die sowohl der Kartierung als auch der Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit dienen. Die Exkursionen stehen allen Interessierten offen.
SONY DSC Bot. Ak Hasselfelde, 22.09.2013, Hoch (117) MEDION Digital Camera
  • Der Botanische Arbeitskreis stellt den wissenschaftlichen Anspruch in den Mittelpunkt seiner Bemühungen.

Der Verein versteht sich jedoch nicht als ausschließlich fachwissenschaftliches Gremium, sondern versucht stets, die wissenschaftliche Seite der Botanik mit Breitenwirksamkeit und praktischem Naturschutz zu verbinden.

Bot. Ak. Ferchland, 6.-8.09.2013, Kison (11) SONY DSC Hecklingen, 2013, Hoch (12)